Die Imiskultur

Im süddeutschen Raum steht "Imis" für Kleinigkeiten an Speisen.

Die Verbindung Stadt und Land

Das Motto findet sich auch in der Einrichtung wieder.

Land und Fluss

Die Natürlichkeit der verwendeten Produkte steht bei uns im Vordergrund.

Unser Service

charmant, kompetent, aufmerksam, unaufgeregt

Vertrauen

Unser Fleisch, Fisch und Gemüse stammt von ausgewählten Bauern.

BUTTER BEI DIE FISCHE

Unsere kulinarische Reise durch das Berliner Umland führte uns dieses Mal nach Waren zu den Müritzfischern.

Die Fischerei Müritz-Plau GmbH ist ein Zusammenschluss von 10 Fischereistandorten. Diese haben sich zusammengetan, um die jahrelange Erfahrung der einzelnen Betriebe unter einem Dach zu bündeln. Wir können nur bestätigen, dass dies eine gute Entscheidung war.

Wer denkt, dass durch diesen Verbund nun eine riesige Fabrik entstanden ist, in der am Fließband die Fische zerlegt und verpackt werden,  irrt sich. Das Gegenteil ist der Fall. Dieser Zusammenschluss hat keinen Einfluss auf die alten Traditionen oder der Fischereiidylle genommen. So werden heute, wie früher alte Angeltechniken eingesetzt, um die Fischbestände der Müritz so schonend wie möglich zu behandeln. Auch haben sich die einzelnen Fischbetriebe an die örtlichen Gegebenheiten angepasst. So kommt es, dass in einigen Teilen der Müritz mehr Karpfen leben und sich daher die Fischer auf den Fang dieser beschränken. An anderen Standorten fühlt sich der Zander oder der Saibling wohler. Dadurch hat jeder Betrieb seine Spezialisierung der Fangtechniken auf die jeweilige Gattung abstimmen und verfeinern können, was sich wiederum positiv auf den Bestand/ die Bestände ausgewirkt hat.

Bei aller Tradition haben sich die Fischer aber auch moderne Fang- und Zuchtmethoden angeeignet. So haben sie in benachbarten Seen Fische in Aquakultur gezüchtet. Hierdurch haben es die Fischer geschafft, wildlebende Arten wie zum Beispiel Aal, Zander und Saiblinge in ihren natürlichen Lebensraum zu schonen und so dazu beigetragen, dass sich die Bestände in den letzten Jahren wieder erholen konnten.  Nicht zu Letzt investieren die Fischer immer wieder in die Besatzung der Gewässer.

Wir waren positiv überrascht, wie verantwortungsbewusst die Fischer mit Ihrem Gewässer umgehen. Denn man konnte feststellen, dass Ihre Einstellung zur Natur auch gleichzeitig ein erhebliches Maß an Mehraufwand für sie bedeutet.

So schön es war, sich über die Philosophie der Fischer zu informieren und die Fische zu betrachten, mussten wir uns entscheiden. Butter bei die Fische war das Ziel und dies ist die Auswahl die wir getroffen haben.

- Aal ( Anguilla anguilla ). Eines der erstaunlichsten Tiere in unseren Gewässern und leider auch eine der bedrohtesten Arten.

- Saibling (Salvelinus alpinus ). Er gehört zur Gattung der Lachsfische, was man anhand der typischen Fettflosse schnell erkennen kann. Der Saibling bevorzugt kaltes, klares Süßwasser. Das spricht für die Qualität des Wassers der Müritz.

- Stör ( Acipenser sturio ). Da der wildlebende Stör geschützt ist, wurde diese Gattung gezüchtet. Der Stör ist ein Knochenfisch und lebt ausschließlich im kalten, sauberen Süßwasser.

- Spiegelkarpfen ( Cyprinus carpio ) Der Spiegelkarpfen fühlt sich in langsam fließenden,  warmen Gewässern oder Uferzonen wohl. Er ist ein Friedfisch und ernährt sich ausschließlich von am Boden lebenden Kleintieren, wie z.B. Larven, Schnecken und Würmer.


One Response to BUTTER BEI DIE FISCHE

  1. Tobias Garstecki

    Es gibt in der Müritz – wie in allen norddeutschen Seen – keine wildlebenden Saiblinge. Die Müritzfischer kultivieren ihren Saibling in Aquakultur. Das muss nicht heissen, dass diese Saiblinge nicht schmecken. Wenn Sie bei Ihren Produkten aber so viel Wert auf Authentizität und regionale Herkunft legen, sollten Sie Ihren Kunden keine Arten aus dem Alpenraum bzw. Skandinavien als regional typisch unterjubeln.

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